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Neue Kurtaxenreglemente
Alle Gemeinden im Goms haben seit Herbst 2015 neue Kurtaxenreglemente ausgearbeitet. Kernpunkte der neuen Reglemente sind die Pauschalisierung und Erhöhung der Kurtaxen aller Zweitwohnungen, auch die nicht vermieteten. Mehrheitlich wurden die Reglemente an den Urversammlungen angenommen und vom Staatsrat des Kanton Wallis im November 2016 homologiert. Einzig in Binn und Ernen wurden diese abgelehnt. Die Einführung der Reglemente ist auf den 1. November 2017 vorgesehen. Einzig die Gemeinde Bellwald hat diese rückwirkend per 1. November 2016 in Kraft gesetzt.
Die neuen Kurtaxenreglemente der verschiedenen Gemeinden im Goms sind identisch und entsprechen zu 100% der Vorlage der Obergoms Tourismus AG. Die einzelnen Reglemente der Gemeinden finden Sie hier.
Beispiel neue Kurtaxenreglemente: Ein Ehepaar mit einer 3½ Zimmer Wohnung (4 Betten) vermietet ihre Wohnung nicht und bezahlt nach altem Reglement pauschal Fr. 150.- im Jahr. Nach den neuen Reglementen müssten sie pro Jahr Fr. 684.- bezahlen. Das entspricht einer Preiserhöhung von 356%, oder Faktor 4.6!
Was wir an den neuen Kurtaxenreglementen bemängeln:
Freie Wahl zwischen pauschalen und individuellen Abrechnung
Gemäss den heutigen Reglementen können die Eigentümer von Zweitwohnungen bei ihren nicht vermieteten Ferienwohnung frei wählen, ob sie pauschal oder nach effektiven Übernachtungen die Kurtaxen abrechnen möchten. Die Pauschale beträgt z.Z. Fr. 75.- pro Person und Jahr. Mit der massiven Erhöhung der pauschalen Kurtaxe um Faktor 4.6 und dem Zwang zur pauschalen Abrechnung werden diejenigen Zweitwohnungsbesitzer bestraft, die ihre Wohnung nur wenig benutzen oder aus altersgründen nur wenig bis gar nicht mehr benutzen können. Auch ein noch im aktiven Berufsleben stehender Eigentümer kann die Wohnung nicht an 57 Tagen benutzen. Wer hat schon 8 Wochen Ferien im Jahr!
Belegungsgrad
In den neuen Reglementen wird als Belegungsgrad für die Zweitwohnungen pauschal 57 Nächte (Bellwald 54) angegeben. Diese Zahl entspricht aber nur den durchschnittlichen Übernachtungen der vermieteten Ferienwohnungen. Das ergibt natürlich ein verzerrtes Bild, weil nur eine geringe Anzahl Wohnungen (vermarktete) für die Berechnung herangezogen werden. Komplett falsch ist die Annahme, dass bei den nicht vermieteten Ferienwohnungen die gleiche Anzahl Übernachtungen pro Jahr erzielt werden. Gemäss obigen Ausführungen müssen die Übernachtungen aller Betten/Wohnungen berücksichtigt werden. Dazu gehören auch die unvermieteten oder gelegentlich vermieteten Wohnungen der Zweitwohnungsbesitzer. Wir haben nachgerechnet und dazu die offiziellen Zahlen des Bundesamtes für Statistik und des Walliser Tourismus Observatorium verwendet. Dabei kommen wir auf 27 Übernachtungen in Bellwald und 17 Übernachtungen im restlichen Goms. Weit entfernt von den Werten in den neuen Reglementen. (Berechnung, PDF 68 KB)
Bettenfaktor
Das Musterreglement des Kanton Wallis vom Dezember 2015 hält zur Bestimmung des Bettenfaktors fest: "Es ist ein Faktor zu bestimmen, der am ehesten die konkrete Belegung wiedergibt. Dabei gilt es zu beachten, dass die Betten nicht immer nur durch Erwachsene belegt sein werden, sondern zum Teil auch durch Kinder unter 6 Jahren, die keine Kurtaxe schulden oder durch Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 16 Jahren, die nur die halbe Taxe bezahlen müssen, sowie dass einzelne Betten vielleicht auch einmal für eine gewisse Zeit unbelegt bleiben. Um diesen Umständen angemessen Rechnung zu tragen, schlagen wir vor, den Faktor herunterzusetzen und bei 4 Betten nicht einen Faktor 4 sondern einen Faktor 3 zu wählen".
Aus diesem Grund wären die korrekten Bettenfaktoren:
- Wohnung bis und mit 2 ½ Zimmer: idR. 2 Betten, Faktor 2
- Wohnung mit 3 bzw. 3 ½ Zimmer: idR. 4 Betten, Faktor 3
- Wohnung mit mehr als 3 ½ Zimmer: idR. 6 Betten, Faktor 4.
Nach der Homologation kann dagegen innert 30 Tagen eine Beschwerde beim Bundesgericht eingereicht werden. Es reicht wenn pro Gemeinde eine Beschwerden eingereicht wird. Die IG hat einen versierten Rechtsanwalt für die Ausarbeitung der Beschwerde beauftragt.
Die Zweitwohnungsbesitzer geben 39 Mio. aus
Bei manchen Gemeinde- oder Tourismusverantwortlichen ist im Zusammenhang mit der Erhöhung der Kurtaxen die Bemerkung gefallen, dass auch die Zweitwohnungsbesitzer ihre Verantwortung wahrnehmen und einen Beitrag leisten müssen. Aber niemand hat bisher von den bereits heute existierenden Beiträgen der Zweitwohnungsbesitzer an die Region gesprochen. Wir haben mit den Zahlen des Walliser Tourismus Observatorium die jährlichen Ausgaben der Besitzer von Zweitwohnungen im Jahr 2014 berechnet. Gemäss dieser Studie gibt im Schnitt jeder Zweitwohnungsbesitzer im Goms pro Jahr Fr. 7'715.- aus. Dies ergibt für das gesamte Goms pro Jahr eine Summe von Fr. 39.2 Mio.! Darin sind Kurtaxen, Steuern und Hypothekarkosten noch nicht eingerechnet. Das ist doch ein schöner Beitrag an die Region Goms und das örtliche Gewerbe. (Berechnung, PDF 63 KB)
Zweitwohnungsbesitzer - ein sicherer Wert für den schweizerischen Tourismus
Geschätzte 300'000 Besitzerinnen und Besitzer von Ferienwohnungen in den schweizerischen Tourismusdestination erbringen eine Wertschöpfung von rund CHF 8 Milliarden was 25% der gesamten schweizerischen Tourismuseinnahmen ausmacht. In schwierigen Zeiten bleiben die Zweitwohnungsbesitzer ein sicherer Wert! Statt aber zu diesen treuen Kunden Sorge zu tragen werden sie mit neuen Steuern und andere ungerechtfertigte Abgaben und Nutzungseinschränkungen verärgert und verjagt.
 Presseartikel Allianz Zweitwohnungen Schweiz (PDF, 19 KB)
Alle Angaben ohne Gewähr.

Foto: © perretfoto.ch
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